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Zuletzt aktualisiert: 30.10.2026
Allgemeines
Über TonArt Kenzingen
Anfänglich, wir schreiben das Jahr 1998, war es „nur“ ein auf sechs Monate angelegtes Projekt kirchlicher Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Kenzingen. –
Wenn daraus eine inzwischen ein gutes Vierteljahrhundert währende Chorgemeinschaft erwachsen ist, dann spricht das sehr für die Musikbegeisterung und Einsatzfreude aller Beteiligten. Ein riesiges Repertoire an geistlicher und weltlicher a cappella-Musik vom Mittelalter bis in die Moderne galt es zu entdecken und zu erarbeiten, und noch immer scheinen die Quellen unerschöpflich. Eine treue Fangemeinde im Breisgau honoriert diese kontinuierliche Arbeit, aber auch das Publikum manchen Konzerts im nahen und fernen Ausland reagiert begeistert auf die inzwischen als „speziell“ bekannten Programme von TonArt. Dabei wird das Verständnis der Musik immer mit einführenden und begleitenden Texten unterstützt.
Im Lauf der Zeit hat sich die anfängliche Fluktuation der Sängerinnen und Sänger etwas beruhigt. Schon seit langem ist die Besetzung bei ca. 10–12 Mitwirkenden relativ stabil, was die klanglichen Ergebnisse sehr befördert. Ist bei einer so kleinen Besetzung jeder und jede Einzelne stark in der sängerischen Präsenz herausgefordert, so belohnt doch auch schon die Entdeckung vieler unbekannter Werke diesen Einsatz. Das Gefühl, mit jedem Konzert dem eigenen Anspruch näher zu kommen, ist unbeschreiblich befriedigend.
So kommen die Sängerinnen und Sänger längst nicht alle aus der nahen Umgebung Kenzingens, sondern nehmen die teils längere wöchentliche Anreise gerne in Kauf. Niemand von TonArt möchte dieses bereichernde Miteinander missen, alle hoffen auf noch viel Unbekanntes und Neues, hin und wieder jedoch auch Altvertrautes.
Advent/Weihnachten 2026
Pressetext
Den Gottesdienst zum 4. Adventssonntag, den 20. Dezember 2026, um 10:00 Uhr begleitet TonArt mit Chorsätzen des 16., 18., 20. und 21. Jahrhunderts.
Mit Francisco Guerreros „Canite tuba in Sion“ kommt einer der bedeutendsten spanischen Renaissance-Komponisten zu Gehör, der nicht nur in seiner Heimat, sondern auch ganz besonders an den Kathedralen Lateinamerikas hoch geschätzt wurde.
Johann Ernst Eberlins „Universi qui te exspectant“ verbindet spätbarocke Stilelemente mit dem Ausblick auf die frühe Klassik eines Johann Michael Haydn. Der Salzburger Hofkapellmeister war zeitweise Lehrer von W. A. Mozart.
Von Hugo Distler erklingt die vierstimmige Motette „O Heiland, reiß die Himmel auf“, gemäßigt modern und hoffnungsfroh optimistisch.
Das bekannteste Werk der englischen Sängerin und Komponistin Jennifer Bastable ist ein anrührendes Weihnachtslied aus dem Jahr 2025 mit dem Titel „The Christ-child lay on Mary’s lap“ nach einem Gedicht von G. K. Chesterton, das durch Aufführungen des amerikanischen Rocky Mountain Chamber Choirs internationale Aufmerksamkeit erregte.
Die Liturgie liegt in den Händen von Pfr. Christoph Lauter, an der Orgel ist Jakoba Marten-Büsing zu hören.
Zwischen den Jahren, am 27. Dezember 2026, gestaltet TonArt um 10:30 Uhr den evangelischen Gottesdienst im Kreisseniorenzentrum Maximilian Kolbe musikalisch, diesmal mit Diakonin Manuela Fülle.
Endlichkeit
Pressetext
„Endlichkeit“ – unter diesem Titel bietet TonArt Kenzingen ein Programm mit Musik und Texten vom Werden und Vergehen an.
Der Bogen der Musik wie auch der Texte spannt sich vom Barock (J. B. Mauricio und Chr. Hofmann von Hofmannswaldau) über die Klassik (G. Reutter, J. P. Eckermann) in die Gegenwart.
Der Musik von Max Reger oder Hugo Distler – neben kaum bekannten jungen Talenten des 21. Jahrhunderts – stehen Texte von Ingeborg Bachmann oder Colm Tóibín gegenüber, bis hin zu experimenteller Lyrik des Österreichers Gerhard Rühm.
Auch wenn die Beschäftigung mit der Endlichkeit ein eher düsteres Thema zu sein scheint, erwartet das Publikum ein schillernder Reigen eines „Memento Mori“, der einen vielseitigen Einblick gewährt in die Vielfalt möglicher künstlerischer Annäherung an Tod und Vergänglichkeit.
Musikalische Leitung: Ekkehard Weber
Texte: Sabine Scharberth und Katharina Nast.
MISSIO
Pressetext
MISSIO – unter diesem Titel beschäftigt sich TonArt Kenzingen in seinem Jahresprogramm 2026 mit der Musik spanischer Dominikaner im Gefolge der Eroberung Mittel- und Südamerikas.
Zur Aufführung gelangen im Mutterland entstandene Werke spanischer Komponisten, Stücke von nach „Lateinamerika“ ausgewanderten Iberern und Musik von einheimischen – indigenen – Musikern.
Das Programm umfasst die Zeit der Conquista, zwischen 1481 und 1755. Kaum einer der hier vorkommenden Komponisten ist heute allgemein bekannt. Eine Frau ist auch dabei: Sor Juana Inéz de la Cruz, eine der ersten Frauenrechtlerinnen der Geschichte, und ganz sicher die begabteste und gebildetste Lyrikerin der neuen Welt.
Im Spannungsfeld zwischen einerseits dem größten Völkermord der Menschheitsgeschichte und andererseits sehr hochstehender und feinsinniger Kunst und Kultur gibt es sehr viel Unbekanntes zu entdecken – zu hören bei unseren Konzerten, zu lesen unter https://www.tonart-kenzingen.de/missio-2026/.



