
Stundenbuch des Duc de Berry
(15. Jahrhundert)
| Sonntag, 22. März 2026, 10 Uhr | Ev. Kirche, Kenzingen |
Die Passions-/Fastenzeit würdigt TonArt mit der musikalischen Begleitung eines Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche Kenzingen:
Am Sonntag „Judica“ erklingen verschiedene Chorsätze – wie liturgisch für diese Zeit gefordert unter Verzicht auf jegliches Instrumentarium als reine A-capella-Musik.
Sie reflektieren die Stille der Fastenzeit.
Der Gottesdienst wird gerahmt von zwei Vertonungen des Psalms 43:
Zu Beginn singen wir die erste Hälfte des Psalms in einer vierstimmigen Komposition von Jakobus Gallus, „Judica me Deus“ – namensgebend für diesen Sonntag.
Für das Ende hat Heinrich Hartmann die zweite Hälfte des Psalms in Musik gesetzt, „Was betrübst Du Dich, meine Seele“.
Dazwischen wird der Gottesdienst mit Jakub Šimon Jan Rybas Stück „Ecce quomodo moritur justus“ (nach Jesaias 57), einem Text aus Hiob („Meine Harfe ist zur Klage worden“ von Johann Vierdanck) und Melchior Francks „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ (nach Jesaias 53) musikalisch begleitet.
Die Komponisten stehen an der Schwelle von der Renaissance zum Barock oder kurz dahinter, mit Ausnahme von Jakub Ryba, der die böhmische Romantik verkörpert und der tschechischen Sprache in der geistlichen Musik zum Durchbruch verhalf. Seine Weihnachtsmesse ist derart populär, dass sie eigentlich jeder Tscheche auswendig mitsingen kann.
Die Liturgie liegt in Händen von Pfr. Andreas Hansen.