03. September 2003 • Badische Zeitung
Kenzinger Ensemble im Kreiskrankenhaus

EMMENDINGEN (BZ). Nach dem Motto "Musik ist schön - und im Krankenhaus erst recht!" veranstaltet die Projektgruppe Kunst und Kultur im Kreiskrankenhaus am Sonntag, 7. September, 10,15 Uhr, eine Matinee. Es gastiert das A-Capella-Ensemble TonArt Kenzingen unter Leitung von Ekkehard Weber. Das breit gefächerte Repertoire reicht vom späten Mittelalter bis hin zur Popmusik unserer Tage . Die 22 Sängerinnen und Sänger haben eine sehr gute Klangkultur entwickelt und stellen sich den vielfältigen Anforderungen derart unterschiedlicher Musik mit Elan. Das Programm am 7. September spannt einen weiten Bogen über die üppige Vielfalt der Chorliteratur. Locker, stimmlich sorgsam ausdifferenziert singen und agieren die jungen Leute mit Begeisterung und Hingabe. Die Veranstaltung findet in der Cafeteria der Klinik statt; der Eintritt ist frei.

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(vdk) – ALS DIE PROJEKGRUPPE "Kunst und Kultur im Kreikrankenhaus" am vergangenen Sonntag zur matinee mit dem Kenzinger Ensemble "TonArt" einlud, war die Cafeteria des Kreiskrankenhauses überfüllt. Der Kenzinger Chor unter Leitung von Ekkehard Weber aus Bombach, seit 25 Jahren Dozent an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg, präsentierte sich als Ensemble höchster Qualität. Bis hin zum Spiritual bekamen die Besucher eine Palette von Liedern der neuzeitlichen Musikgeschichte zu hören. Locker, affektenreich, stimmlich ausdifferenziert sangen und agierten die 20 jungen Leute mit spürbarer Begeisterung und Hingabe.



18. Juni 2003 • Badische Zeitung
Alte und neue Musik mit viel Pfiff
Rund 150 Besucher beim Konzert des
Kenzinger Ensembles "Tonart” in der Kirche in Sexau

SEXAU (iwi). Etwa 150 Besucher erlebten in der Kirche einen beeindruckenden Konzertabend. Hörte sich die Vokalkunst des Kenzinger Chores “TonArt” im vergangenen Jahr recht poppig an, so tendierte sie am Sonntag mehr zum Geistlichen hin. Es war besonders die stimmliche Kunst von Renaissance-Gesang und liturgische Liedfolgen eines Tschaikowski, die dem neuen Programm seinen Charakter gaben und die Qualität des Laienchors offenbarte. Der Chor mit 17 jungen Sängerinnen und Sängern ist vor wenigen Jahren aus einem experimentellen “Singprojekt” der kirchlichen Jugendarbeit hervorgegangen. Viele Auftritte bietet “TonArt” im Gottesdienst der evangelischen Kirche in Kenzingen. Das im Landkreis bekannte und geschätzte A-Cappella-Ensemble des Chorleiters Ekkehard Weber, Dozent an der Musikhochschule in Freiburg, ist inzwischen beim Kammerchor Emmendingen untergekommen und wird weiterhin von der evangelischen Kirchengemeinde in Kenzingen gefördert.
Was die musikalische Konzeption des neuen Programms ausmacht, konnten die Besucher am besten bei den Arrangements von Martina Freytag miterleben. Beispielsweise Pachelbel, Spiritual oder dem populäre russische Kalinka hat die Jazzdozentin aus Hinterzarten einen etwas anderen Touch mitgegeben. Am beeindruckendsten klang dabei, wie der Barockkomponist Tomaso Albinoni etwas Pfiff abbekam: sein in Vokalstimmen übersetztes “Adagio” für Orgel und Streicher, wandelte sich zwischendurch ins Jazzige, um dann wieder in den Harmonien jener Zeiten zu enden. Nach dem musikalischen Strauß der Freytag-Arrangements konnte sich das Publikum mit Applaus nicht mehr halten.

Ganz anders hörten sich Stimm- und Gefühlslage bei den religiösen Lobpreisungen eines Heinrich Schütz oder Felix Mendelssohn-Bartholdy an. Von der innigen Geistlichkeit der europäischen Kirchen und Höfe schienen selbst die Spirituals angesteckt und der schwarze “Spirit” kam recht verhalten daher. Der Bogen reichte auch dieses Mal bis zu den modernen Klängen. Doch die Stücke wie der “Platzregen”, erst im vergangenen Jahr komponiert, präsentierten ihre Tonfreude auf liebevolle und zurückhaltende Art. Wie auch die musikalischen Spielereien mit Bumerang, Ameisen und Briefmarken als Zugabe.

25. März 2003 • Badische Zeitung
Kammerchor fusioniert mit "TonArt"
Geplant ist auch ein Auftritt in der polnischen Partnerstadt Sandomierez

EMMENDINGEN. Der Kammerchor Emmendingen hat sein künstlerisches Spektrum erweitert. Bei der Jahreshauptversammlung im Hans-Peter-Schlatterer-Saal beschlossen die Mitglieder die Fusion mit dem Kenzinger A-capella-Emsemble “TonArt”.
Vom Zusammenschluss der Chöre wir ein starker Synergieeffekt erhofft, sagte Eberhard Aldinger als Vertreter von TonArt Kenzingen. Für eine so wesentliche Änderung im Vereinsgefüge musste die Satzung geändert werden. Ekkehard Mertens legte seinen Satzungsentwurf vor. In der neuen Satzung wurde festgeschrieben, dass die beiden Chöre ihre Eigenständigkeit behalten und auch finanziell jeder Chor für sich verantwortlich zeichnet. Beide Chöre werden in Zukunft selbstständig arbeiten, bei eigenen Konzerten und gemeinsam auftreten.
Rasch verliefen die anderen Tagesordnungspunkte. Vorsitzende Rosemarie Kellner erinnerte an die zahlreichen Auftritte des Kammerchors während der letzten beiden Jahre. Höhepunkt waren die Feiern zum 30-jährigen Bestehen des Chors, außerdem gab es zwei Konzerte in Bahlingen und Emmendingen und einen Auftritt beim 140-jährigen Jubiläum des Breisgauer Sängerbundes, ebenso beteiligte sich der Chor bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht.
Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Bei den Neuwahlen ergaben sich Änderungen: Rosemarie Kellner wurde einstimmig bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Eberhard Aldinger von TonArt einstimmig gewählt. Der bisherige Stellvertretende Vorsitzende, Hans-Peter Nusser, wurde Kassenprüfer. Ulla Matakas wurde zur neuen Schriftführerin gewählt. Ekkehard Mertens ist als Kassierer weiter für die Finanzen des Vereins verantwortlich. Künstlerischer Leiter für TonArt Kenzingen ist Ekkehard Weber.
Chorleiter Domenique Hormuth kündigte eine Konzertreise nach Osteuropa an. Vorgesehen sind vier Auftritte, auch ein Konzert in Sandomierz, der polnischen Partnerstadt von Emmendingen.

04. Februar 2003 • Badische Zeitung
Ein Doppelchor wie aus einem Guss
"TonArt" und Kammerchor Emmendingen erstmals gemeinsam

KENZINGEN. Der Kammerchor Emmendingen und der junge Chor “TonArt” traten jetzt zum ersten Mal gemeinsam auf. Die Chöre, die in Zukunft zusammen arbeiten werden, hatten für ihre geistliche Chormusik in der evangelischen Kirche ein volles Haus und am Ende ein begeistertes Publikum. “TonArt” entstand unter Leitung von Ekkehard Weber. Das Ensemble junger Sängerinnen und Sänger ging aus der kirchlichen Jugendarbeit hervor. Zu Jahresbeginn wurde “TonArt” als weiterhin eigenständiger Chor in den Kammerchor Emmendingen aufgenommen. Weitere gemeinsame Konzerte sind geplant.
Die Freunde der Chormusik kamen schon bei ihrem ersten Gemeinschaftskonzert auf ihre Kosten. Der Kammerchor Emmendingen unter Leitung von Dominik Hormuth begann den Konzertabend mit einer Motette von Heinrich Schütz. Mit zehn Sängern und fast doppelt so vielen Sängerinnen machte der Kammerchor einen klanglich ausgewogenen und harmonischen Eindruck. Das bewies er auch bei einer Motette von Bach und vier Gradualen von Anton Bruckner, bei der besonders das “Laudate pueri” zu einem Hörerlebnis wurde.
Während der Kammerchor im Altarraum Aufstellung nahm, hatten sich die jungen Mitglieder von “TonArt” auf der Empore versammelt. Sie begannen mit fünf Sätzen zur “Chrysostomos-Liturgie” von Peter Tschaikowsky. Der Vortrag wurde vor allem von den hellen Stimmen der Sängerinnen geprägt. Der zweite Beitrag von “TonArt” waren Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Orgel wurde von Jakoba Marten-Büsing gespielt und ergänzte das Klangbild. Mit fünf Arrangements populärer Melodien, von Martina Freytag (Hinterzarten) zeitgemäß umgesetzt, glänzte “TonArt” anschließend. Die bekannte “Bourrée” von Bach und das russische Liebeslied “Kalinka” wurden mit viel Engagement und Freude interpretiert. “Es macht riesigen Spaß, in einer vollen Kirche zu singen”, so das “TonArt”-Fazit.
Der eigentliche Höhepunkt kam zum Schluss. Der Kammerchor und “TonArt” hatten sich eine Motette für zwei vierstimmige Chöre von Johann Michael Bach, einem Großonkel des berühmteren Bachs, ausgesucht. Das Publikum dankte allen Sängerinnen und Sängern mit herzlichem Applaus.

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