|
| 02. Oktober 2002 Badische Zeitung |
|
Telemann und Beach Boys
"TonArt" gab ein begeisterndes Konzert in Köndringens Kirche
TENINGEN-KÖNDRINGEN (sp). Für den A-cappella-Chor TonArt aus Kenzingen war der Auftritt in der evangelischen Kirche Köndringen ein Wagnis, doch er wurde zu einem Erfolg. Mit ihren vollen und glockenhellen Stimmen gelang es den 16 Akteuren fast mühelos, den großen Raum zu füllen. Der Chor war vor wenigen Jahren als Projekt der kirchlichen Jugendarbeit gegründet worden. Unter der Leitung von Ekkehard Weber stehen jetzt auch Auftritte außerhalb Kenzingens auf der Tagesordnung. Das Programm am Sonntag umfaßte geistliche Lieder von Telemann, Mendelsohn-Bartholdy, Brahms und Igor Strawinsky, daneben Stücke aus Frankreich, Spanien und den USA, sowie den Beatles und den Beach Boys. Sonderapplaus gab es für den mehrstimmigen Sprechgesang Ratibor, bei dem alle Zungenbrecher aus der Geografie von Brindisi über Popocatepetl und Titicaca bis Yokohama ohne Stolpern akzentuiert wurden. Pfarrer Andreas Bordne sprach den begeistert applaudierenden Zuhörern aus der Seele, als er sagte, seine Erwartungen seien mehr als erfüllt. Der Erlös ging als Spende für die Renovierung der Köndringer Orgel.
|
| 01. März 2002 Badische Zeitung |
Faszinierende Brillanz in Gemeinschaft
Kirchenkonzert in Sexau mit Kenzinger Chor "TonArt",
einem sehr beachtlichen Ensemble
SEXAU. Die zahlreichen Besucher erlebten in der evangelichen Kirche ein beeindruckendes Konzert. Der Kenzinger Chor "TonArt" präsentierte sich als Ensemble von hoher Qualität. Bis hin zum Spiritual bekamen die Besucher eine Palette von Liedern aus der neuzeitlichen Musikgeschichte zu hören, die Freude und Staunen machte. Wer hätte es den elf Sängerinnen und Sängern angehört, dass ihr Chor vor wenigen Jahren aus einem experimentellen "Singprojekt" der kirchlichen Jugendarbeit hervorgegangen ist? Inzwischen präsentiert sich "TonArt" als bemerkenswertes à-cappella-Ensemble mit einem eigenen kirchlichen Föderverein
Das Spektrum des Liedgutes und die damit verbundenen musikalischen Ansprüche macht den Gesang von "TonArt" aus. Der Bogen reichte von den Klängen der Spätrenaissance, Kompositionen des Franzosen Pierre Certon, des Niederländers Orlando di Lasso über eine einfühlsame spätbarocke Komposition von Telemann bis hin zur neuen Musiksprache von Ernst Toch. Dazwischen bezauberte das Ensemble mit Strawinsky, Brahms, Mendelssohn-Bartholdy oder einem Popsong der Beatles John Lennon und Paul McCartney. Anders als das junge "Short People" von Randy Newman und Simon Carrington, das "TonArt" als Finale vor den Zugaben sang, kam der "Schnitter" von Brahms mit einem sehr zurückhaltenden Motiv aus. Mit welcher Brillanz hat der Chor diese Spannbreite gemeistert!
Der Eindruck vielgestaltiger und hochklassiger Liedsprache hat für den Tonleiter Ekkehard Weber, Dozent an der Musikhochschule in Freiburg, auch eine kleine negative Seite: Wer fasziniert ist vom Gesang des Chores und vielleicht gerne mitsingen würde, wird erst einmal von der stimmlichen Anforderung abgeschreckt. Da denkt der Interessierte schnell, das könne er nie. Doch mit Engagement und Freude am Singen kann fast jeder eine Stimme im Chor übernehmen.
Michael Haberer

"TonArt", der Kenzinger Chor reißt das Publikum in der Sexauer Kirche mit seinem Programm und seiner Leistung mit. FOTO: MICHAEL HABERER
|
| 29. Januar 2002 Badische Zeitung |
Die menschliche Stimme im Zentrum
Das Vokalensemble Ton-Art spannt einen weiten Bogen
von der Gregorianik bis zu Neutönern
KENZINGEN/ENDINGEN. Ton-Art nennt sich das Kenzinger Ensemble, das sich dem Gesang verschrieben hat der menschlichen Stimme, die Sprache mit Musikalität zu verbinden weiß. Erschütterung, Beglückung, Entrückung finden ihren gesteigerten Ausdruck im Singen. Als notwendiges Gegengewicht zur Zweckbestimmung des Lebens so verstehen es wohl die jungen Menschen und ihr kompetenter Leider Ekkehard Weber, der dieses "Singprojekt" innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit ins Leben gerufen hat. Das Programm spannt einen weiten Boden über die üppige Vielfalt der Chorliteratur.
Einstimmigkeit zu Beginn: gregorianische Gesänge ("Conditor alme sidenium") und daraus entwickelte mehrstimmige Versuche von Guillaume Dufay. Josef Rheinbergers "Qui sedes Domine super Cherubim" gründet auf den Quellen der klassischen A-cappelle-Kunst. Sehr reizvoll der Wechsel im Sprachklang: Die französichen Beiträge im Original, von Antoine D'Arbot und Orlando di Lasso, über das Leben und die Liebe, bringen Tonfall und Rhytmik farbenfro zum Ausdruck.
"Black Orpheus-Orfeu Negro", der in die Schönheiten der Welt verliebte Liebling der Götter, erlebt eine symbolische Epiphanie im subtilen Werk von Luiz Bonfa (1959). Psalmvertonungen "Hebe deine Augen auf" von Mendelssohn und Burkhard und Motetten von Telemann und Homilius offenbaren den musikalischen Reichtum der Chormusik vom Barock bis zur Empfindsamkeit. Sprituals, in ihrer emotionalen und rhytmischen Lebendigkeit verschmolen mit Elementen afrikanischer Volksmusik, komplettieren die Präsenz.
Originell und erheiternd die "Fuge aus der Geografie", ein expeerimenteller Sprechchor, erdacht von dem Neutöner Ernst Toch vor 50 Jahren: "Ratibor" und der Fluss Mississippi und die Stadt Honolulu und der See titicaca; der Popocatepetl liegt nicht in Kanada und so weiter". Locker, affektenreich, stimmlich sorgsam ausdifferenziert im dynamischen und deklamatorischen Bereich noch etwas enwicklungsfähig sangen und agierten die jungen Leute mit spürbarer Begeisterung und Hingabe. Lebhafter Beifall.
Helmut Reiner
|
| 25. Januar 2002 Badische Zeitung |
Viel beachtetes A-cappella-Ensemble
Die Kenzinger Formation Ton-Art gibt am Wochenende
drei Konzerte in evangelischen Kirchen
KENZINGEN/ENDINGEN/WALDKIRCH (BZ). Das Kenzinger Ensemble Ton-Art singt am 25. Januar in Waldkirch, am 26. Januar in Kenzingen und am 27. Januar in Endingen, jeweils um 18.30 Uhr und jeweils in der evangelischen Kirche. Auf dem Programm steht A-cappella-Musik von der Gregorianik bis zum Pop, vom 13. bis zum 21. Jahrhundert: der Eintritt ist frei, jedoch bitten die Veranstalter um eine Spende.
Ton-Art Kenzingen, vor wenigen Jahren als experimentelles "Singprojekt" kirchlicher Jugendarbeit aus der Taufe gehoben, hat sich inzwischen zu einem achtbaren und beachteten A-Cappella-Ensemble entwickelt, das nicht nur viele Gottesdienstbesucher der evangelischen Kirchengemeinde Kenzingen mit seinen Liedern erfreut. Aurftritte und Konzerte im Umland haben der Gruppe inzwischen eine fast schon "eingeschworene" Fangemeinde beschert, heißt es in einer Pressemitteilung.
Durch das breit gefächerte Repertoire von Ton-Art vom späten Mittelalter bis zur Popmusik unserer Tage findet jeder Zuhörer etwas für seinen Geschmack, im weltichen wie im kirchlichen Umfeld. Die derzeit 15 Sängerinnen und Sänger haben eine sehr gute Klangkultur entwickelt, denn sie sind mit Engagement und Interesse bei der Sache und stellen sich den vielfältigen Anforderungen derart unterschiedlicher Musik mit enigem Elan. Die Sänger kommen aus verschiedenen Gemeinden rund um Kenzingen, sind ökomenisch-paritätisch zusammengesetzt, auch wenn es die evangelische Kirchengemeinde Kenzingen ist, die mit ihrem Föderverein "Aktives Gemeindeleben" für Ton-Art die Trägerschaft innehat.
Für die nähere Zukunft plant Ton-Art auch Konzertreisen ins Ausland, nach Frankreich und Österreich. Interessenten im Alter zwischen 15 und 35 Jahren mit entsprechenden Fähigkeiten sind immer willkommen und haben die Möglichkeit, die wöchentliche Probenarbeit unverbindlich kennen zu lernen, normalerweise samstags von 10 bis 12 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Kenzingen.
|
|